Münzstraße Braunschweig

Revitalisierung
C&A in Braunschweig

Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten C&A Gebäudes in Braunschweig

Das denkmalgeschützte Geschäftshaus wurde 1955 als Teil des innerstädtischen Wiederaufbaus errichtet und ist ein repräsentatives Beispiel der Kaufhausarchitektur jener Zeit. Seine prägnante, geschwungene Eckausbildung sowie die rhythmisch gegliederte Fassadenstruktur sind straßenbildprägend und verleihen dem Gebäude einen hohen Wiedererkennungswert.

In den Jahrzehnten nach der Errichtung wurde das Gebäude durch An- und Umbauten mehrfach überformt. Der ursprüngliche Nutzungsgedanke eines monofunktionalen Warenhauses entspricht jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen an innerstädtische Handels- und Arbeitsstrukturen. Ziel der Transformation ist es daher, das Gebäude unter Berücksichtigung der denkmalgeschützten Bereiche so weiterzuentwickeln, dass eine flexible und zukunftsfähige Nutzung ermöglicht wird.

Aus der bislang großflächigen Einzelhandelsstruktur entsteht eine differenzierte Organisation mit zwei unabhängigen Ladeneinheiten, die sich jeweils über das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss erstrecken. Die neue Gliederung ermöglicht eine kleinteiligere, anpassungsfähige Nutzung und stärkt die langfristige Tragfähigkeit des Standorts.

Die bisher als Verkaufsflächen genutzten Bereiche im 2. Obergeschoss werden zu Büroflächen umgewandelt und erweitern das Nutzungsspektrum. Es entsteht eine klare vertikale Ordnung mit publikumsorientierten Nutzungen in den unteren Ebenen und darüber liegenden Arbeitsbereichen.

Entlang der Straße Damm wird die bestehende, heterogene Bebauung neu geordnet. Der eingeschossige Ladenbaukörper wird zurückgebaut und die Fassade über die gesamte Länge neu gefasst. Dadurch wird der Straßenraum gefasst und die Adressbildung deutlich gestärkt.

Das Leitmotiv der neuen Fassade entwickelt sich aus dem Prinzip der denkmalgeschützten Bestandsfassade. Deren charakteristischer Rhythmus aus vertikalen Gliederungselementen und gleichmäßig angeordneten Öffnungen wird aufgenommen und in eine zeitgemäße, durchgehende Fassadenstruktur überführt. Auf diese Weise entsteht ein zusammenhängendes Erscheinungsbild, das die unterschiedlichen Gebäudeteile zu einem homogenen Baukörper verbindet.

Im Erdgeschoss wird eine durchgehend transparente Zone ausgebildet, die den Straßenraum aktiviert und die beiden Ladeneinheiten klar adressiert. Großzügige Schaufenster schaffen eine direkte Beziehung zwischen Innenraum und Stadtraum und erhöhen die Aufenthaltsqualität.

Materialität und Farbigkeit der neuen Fassade orientieren sich am Bestand und übersetzen dessen Charakter in eine zeitgemäße Architektursprache. Die Weiterentwicklung erfolgt nicht über Kontrast, sondern über Transformation – Alt und Neu treten in einen selbstverständlichen Dialog.

Die Erschließung wird neu organisiert: Der Haupteingang wird von der bisherigen Ecklage an die Straße Damm verlegt und stärkt die Orientierung sowie die Präsenz im Stadtraum.

Der denkmalgeschützte Fassadenbestand wird behutsam restauriert und in das Gesamtkonzept integriert. Seine prägende Struktur bleibt ablesbar und bildet den identitätsstiftenden Bezugspunkt für die Weiterentwicklung.

Im Inneren wird das Gebäude weitgehend entkernt und neu organisiert. Die bestehende Tragstruktur wird gezielt weiterverwendet und ergänzt, wodurch ein ressourcenschonender Umgang mit dem Bestand gewährleistet wird.

Mit der Transformation entsteht ein innerstädtischer Stadtbaustein, der die Qualitäten des Bestands bewahrt und durch eine klare, rhythmisch geordnete Fassaden- und Nutzungsstruktur in eine zukunftsfähige Form überführt.

Projektname
Revitalisierung
Bauherr
Marathon Real Estate Management GmbH
Adresse
Münzstraße 7, 38100 Braunschweig
Zeitraum
2025 - 2027
Leistungsphasen
1-5
Fläche
15.000m²
Projektstatus
In Planung

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Helge Reimer
Dipl.-Ing. Architekt BDA

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