Bürohaus Baltic Haus Hamburg

Phönix aus der Asche
Neubau Büro- und Geschäftshaus

Die Stadt, zur Hälfte abgebrannt, Wird aufgebaut allmählich; Wie'n Pudel, der halb geschoren ist, Sieht Hamburg aus, trübselig. Gar manche Gassen fehlen mir, Die ich nur ungern vermisse - Wo ist das Haus, wo ich geküßt Der Liebe erste Küsse?

So umschreibt Heinrich Heine seine Eindrücke in Ein Wintermärchen, als der Dichter 1842 nach dem Großen Brand von einer Reise nach Hamburg zurückkehrt. Unzählige Speicher und Wohnhäuser, die Kirchen St. Nicolai und St. Petri, auch das Alte Rathaus an der Trostbrücke und das Commercium am Nikolaifleet hielten den Flammen nicht stand. Der Brand endet schließlich nach vier Tagen in Alsternähe: Brandsende. Das heutige Büro- und Geschäftsviertel rund um Brandsende, Raboisen und Ballindamm ist mit seiner zentralen Lage unweit von Rathaus, innenalster, Kunsthalle und Hauptbahnhof eine bekannte hanseatische Adresse.

Bürohaus Baltic Haus Hamburg

Das Baltic Haus an der Ecke Brandsende und Raboisen wurde 2016 eingeweiht. Mit sieben Geschossen und einer Nutzfläche von knapp 1.800 qm hat das Büro- und Geschäftshaus einen vergleichsweise kleinen Footprint. Es ist eine Architektur entstanden, die den Gestaltungskanon der Umgebung aufgreift und sich selbstbewusst darin behauptet. Verbindungen zum Keramik-Hof gegenüber sind nicht zufällig. Die Gestaltungsmerkmale des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahr 1952 werden bewusst zitiert: abgerundete Ecken, Staffelgeschoss, Fensterbänder.

Bürohaus Baltic Haus Hamburg

Das Baltic Haus zitiert und ist zugleich eine eigenständige und zeitgenössische Interpretation. So übernimmt die weiße Aluminiumfassade vordergründig die horizontale Betonung durch prägnante Fensterbänder. Da jedoch in der benachbarten Bebauung des Quartiers massive Fassaden mit Lochfenstern dominieren, wird die Bandwirkung der Fassade durch vorgesetzte Rahmen durchbrochen. Es entsteht eine spannende Wechselwirkung zwischen horizontalen und vertikalen Linien. Erst in der seitlichen Perspektive aus der Straßenflucht reduziert sich durch diese Rahmen optisch der Glasanteil der Fassade und sie wirkt verdichteter.

 

Bürohaus Baltic Haus Hamburg

Durch die Ausrundung der Ecke verbindet die horizontal geschichtete Gliederung der Kubatur die verschiedenen Richtungen gen Raboisen und Brandsende in harmonischer Weise. Das Gebäude über dem Erdgeschoss scheint zu schweben, da die Straßenebene durch hohe Fensterfronten und einen Rücksprung so leicht und transparent wirkt, dass es sich nahezu auflöst. Akzentuiertes Licht unterstreicht diese horizontalen Linien insbesondere am Abend.

Fein, elegant, zurückhaltend. Das Baltic Haus ist typisch hanseatisch könnte man sagen, muss man aber nicht.

Projektname
Neubau eines Büro- und Geschäftshauses
Bauherr
GRG Germania Immobilien GmbH
Adresse
Brandsende 12, Hamburg
Zeitraum
2010 - 2017
Leistungsphasen
1 - 5
Fläche
2.300 m²
Projektstatus
Fertiggestellt
Sonstiges

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Christoph Kruse
Dipl.-Ing. Architekt BDA

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