In Ausführung

LESER Hohenwestedt
Neubau eines Produktionsgebäudes

Neubau Produktionshalle

Mit der Erweiterung des Produktionsstandorts in Hohenwestedt entwickelt die Gebr. LESER KG ihre Unternehmensarchitektur konsequent weiter. Während das LESER Kontor in Hamburg die repräsentative Adresse des Unternehmens bildet, formuliert der Neubau der Produktionshalle den funktionalen Kern der Marke.

LESER ist mit über 1.200 Mitarbeitenden und rund 150.000 produzierten Sicherheitsventilen pro Jahr einer der weltweit führenden Hersteller in diesem Segment und Marktführer in Europa. Seit 1914 in Hamburg verankert, befinden sich Verwaltung, Geschäftsleitung und Entwicklung weiterhin im LESER Kontor, während die Produktion bereits seit 1943 in Hohenwestedt angesiedelt ist. Von hier aus agiert das Unternehmen international in über 80 Ländern.

Das Werk in Hohenwestedt ist heute das weltweit größte Produktionswerk für Sicherheitsventile. Trotz der jüngsten Erweiterung im Jahr 2018 reichen die vorhandenen Flächen nicht mehr aus, um den steigenden Anforderungen an Fertigungstiefe, neue Technologien und einen effizienten Materialfluss gerecht zu werden. Mit einer Investition von rund 40 Millionen Euro wird der Standort daher um etwa 14.300 m² erweitert.

Der Neubau schließt direkt an die bestehenden Hallen an und wird integraler Bestandteil der gewachsenen Produktionsstruktur. Ziel ist eine durchgängige Organisation der Fertigung auf einer Ebene. Um dies zu ermöglichen, wurde das Gelände durch umfangreiche Aufschüttungen nivelliert. Der vorhandene Höhenversprung wird zugleich genutzt, um Teilbereiche des Gebäudes zweigeschossig auszubilden und zusätzliche Flächen zu generieren.

Die innere Struktur folgt konsequent den Abläufen der Produktion. Materialanlieferung, Bearbeitung und Weiterverarbeitung sind in logisch aufeinander abgestimmten Bereichen organisiert. Ein automatisiertes Langgutlager wird direkt mit neuen Sägemaschinen verknüpft und ermöglicht eine präzisere Steuerung der Materialflüsse. Durch die Neuordnung von Produktionssegmenten und Anlagen werden Wege reduziert und Durchlaufzeiten deutlich verkürzt.

Gestalterisch knüpft der Neubau an die bestehende Werkserweiterung an und führt deren architektonische Prinzipien fort. Die Fassaden sind klar horizontal gegliedert: Ein robuster Sockel aus hellen Betonfertigteilen bildet die Basis, darüber spannt sich ein durchgehendes Fensterband mit markant gefassten Profilen. Den oberen Abschluss bilden vertikal strukturierte Metallpaneele, die die großmaßstäbliche Kubatur in eine ruhige Ordnung überführen.

Konstruktiv basiert das Gebäude auf einem rationalen System aus Stahlbetonskelett und vorgefertigten Bauteilen. Große Spannweiten ermöglichen flexible, stützenarme Produktionsflächen und sichern die langfristige Anpassungsfähigkeit.

Parallel zur baulichen Erweiterung wird auch die Werksstruktur weiterentwickelt. Außenräume, Erschließung und Logistikflächen werden neu organisiert und in eine übergeordnete Entwicklungsstrategie integriert. Bereits im Zuge der Planung werden weitere Ausbauschritte bis 2032 mitgedacht.

Das Projekt ist Teil der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen, der Einsatz von Luft-Wärmepumpen sowie die Nutzung von Abwärme aus Produktionsprozessen tragen dazu bei, die energieeffiziente und perspektivisch CO₂-neutrale Produktion bis 2035 zu unterstützen.

Mit dem Neubau entsteht ein Produktionsgebäude, das die Haltung des Unternehmens räumlich übersetzt: funktional präzise organisiert, konstruktiv robust und architektonisch klar formuliert.

 

Projektname
Neubau Produktionshalle
Bauherr
LESER KG
Adresse
Itzehoer Straße 63, 24594 Hohenwestedt
Zeitraum
2023 - 2025
Leistungsphasen
1-4
Fläche
14.300m²
Projektstatus
In Bearbeitung

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Thomas Ritscher
Dipl.-Ing. Architekt BDA

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